Wie ich auf die Bienen kam

Alex Blog So kam ich auf die Biene Beitragsbild

Geschrieben von Alexandra

Hallo du, mein Name ist Alexandra und ich komme aus dem schönen Vorarlberg in Österreich. Mit dem Schreiben meiner Bücher verwirkliche ich einen meiner Herzensträume. Ich liebe es neue Welten und Charaktere zu erfinden und Geschichten niederzuschreiben. Auch das Illustrieren meiner (Kinder-)Bücher macht mir sehr viel Spaß und es steckt jede Menge Herzblut in meinen Projekten. Ich freue mich auf jeden Fall über Feedback, Wünsche und Anregungen zu meinen Büchern und/oder Blogbeiträgen und hoffe sehr, sie gefallen euch!

Wie ihr anhand meiner ersten beiden Bücher, „Die grummelige Hummel“ und „Honeys großes Abenteuer„, sehen könnt, bin ich ein ziemlicher Fan von den gestreiften Nutztierchen. Das liegt nicht daran, dass ich zu viel Biene Maja geschaut habe oder Ähnliches. Zu den Bienen trieb mich tatsächlich mein Beruf. Wie ihr auf meiner „Über mich“-Seite lesen könnt, bin ich im Marketing tätig, und zwar in einer IT-Firma – und keine Imkerin. Wie kam es also, dass ich mich aus beruflichen Gründen so stark mit den Bienen befassen musste? Das erzähl ich euch in diesem Blogbeitrag.

Wir starten eine neue Aktion…

Es war im Frühling 2018. Mein damaliger Vorgesetzter hatte eine Idee für eine neue Aktion. Er wollte irgendwas mit Bienen machen. Eine Kooperation mit Imkern aus der Region. Was ein IT-Unternehmen auf einmal mit Bienen am Hut haben soll war mir zwar nicht klar, aber Aktionen für einen guten Zweck waren mir immer schon sympathisch gewesen. Zu diesem Zeitpunkt war der Berührungspunkt zwischen mir und den Bienen – und glaubt mir – wir hatten danach noch ziemlich engen Kontakt – noch nicht wirklich gegeben. 

Das änderte sich dann im Jahr 2019. In Zusammenarbeit mit der Lebenshilfe Vorarlberg wurde im Frühjahr eine sogenannte Bienenwiese ganz in der Nähe unserer Firma errichtet. Bei einer Bienenwiese handelt es sich um ein Stückchen Land, auf welchem die perfekten Bedingungen für die Nahrungssuche der Bienen geschaffen wird. Es gibt mittlerweile spezielle Samenmischungen, die man auch bei sich im Garten aussäen kann, damit vermehrt Wildblumen wachsen, die in den letzten Jahren aufgrund von penibler Gartenpflege und Überbewirtschaftung der ländlichen Wiesen, eher rar geworden sind.

Die Wiese entstand und wurde im Juni 2019 dann auch „eröffnet“. Die Gemeinde stellte eine Parkbank zur Verfügung und alles war gut. Auch im 2019 wurden die regionalen Imker wieder mit in die Aktion mit einbezogen und man wollte das Thema „Bienen“ noch intensiver behandeln als ein Jahr zuvor. Alles gut soweit. Die Wiese begann überraschend schnell zu blühen. Jeden Morgen und jeden Abend lief ich an der Wiese vorbei, da mein Weg zum Zug direkt daneben lag. Irgendwann war es dann so, dass man bereits von weitem schon das Summen der Bienen vernahm, was auf eine beachtliche Anzahl der kleinen Insekten schließen ließ. Da mich seit Ewigkeiten auch kein gestreiftes Insekt mehr gestochen hatte, war eine Art Urvertrauen in mir gewachsen und ich hatte keine Probleme damit, auf die Wiese zu gehen, um Fotos der dort wachsenden Blumen und der Bienen zu schießen, die ich für meine Blogbeiträge der Firma benötigte.

Der (bienen)freundliche Imker…

Wie schon gesagt, wurde das Thema Bienen im Jahr 2019 groß aufgezogen. So kam es, dass wir auch Interviews mit regionalen Imkern führten. Diese fanden bei ihnen zuhause statt, wo sie meistens auch ihre Bienen untergebracht hatten. Bei einem Videodreh fuhr ich mit, da Fotos für Social Media benötigt wurden, die ich während des Drehs schießen konnte. Der Imker versicherte uns, dass wir uns ruhig frei zwischen den Bienenkästen und im Garten, der von Obstbäumen und sonstigen blühenden Pflanzen übersät war, bewegen konnten. Die Bienen wären das ja schließlich gewohnt…

Nun gut. Während sich meine beiden anderen Arbeitskollegen auf das Interview mit dem Imker konzentrierten, hielt ich im Garten Ausschau, nach schönen Fotomotiven und wurde auch schnell fündig. Die üppig blühenden Apfelbäumchen strahlten mit der Sonne um die Wette. Es war zwar ein wenig windig, jedoch hielt das die süßen Bienchen nicht davon ab, weiter fleißig Nektar zu sammeln. Ich ging also zu den Bäumen, sah mich um, und entdeckte eine Stelle wo die Blüten möglichst weit herunterhingen. Ich hielt meine Kamera so nah wie möglich an die Bienen ran, ohne diese bei der Arbeit zu stören. Zu meiner Überraschung funktionierte das auch wunderbar. 

Glücklich über die echt tollen Bilder, die ich ergatterte (zwei davon bekommt ihr gleich zu sehen), lief ich wohl einen Ticken zu nah an den Bienenbehausungen vorbei. Vielleicht hatte die eine Biene auch einfach einen schlechten Tag – who knows… Auf jeden Fall hörte ich bereits am Summen des Insektes, dass es mich nicht als Freund ansah. Ich beschleunigte meine Schritte (und meinen Atem sowie Herzschlag) und versuchte ruhig zu bleiben, während ich mich aus der „Gefahrenzone“ entfernte.

Alex Bienenfoto Blog
Alex Blog Bienenfoto

Alex! Sei leise!

Mittlerweile verfolgten mich mehrere Bienen durch den ganzen Garten, in welchem gerade ein idyllisches Interview mit dem Imker gefilmt wurde. Zwei oder drei der Bienen verfingen sich in meinen Haaren. Da wird man schon mal etwas hektischer mit den Handbewegungen und achtet vielleicht nicht mehr sooo sehr darauf, welchen Weg man am besten einschlägt, um sich vor den angriffswütigen Bienen in Sicherheit zu bringen. Bis auf eine, übrigens echt hartnäckige, Biene konnte ich alle abschütteln. Und diese Biene, die ich meine, nein – heißt nicht Maja – sondern stach mir direkt in die Schläfe. Ein kurzer, scharfer Schrei entfuhr mir und meine Kollegen sahen mich kurz irritiert an. „Alex!!! Sei leise – wir filmen noch!!!“ wurde mir entgegengezischt, was mich auch prompt zum Verstummen brachte.

Ich stellte mich so weit wie möglich weg von den Bienenkästen und tat so, als ob ich noch irgendwelche Fotos schießen würde, um mich von dem immer stärker werdenden Schmerz an meiner Schläfe abzulenken. Tausend Gedanken schossen mir durch den Kopf und genau in dem Moment berührte etwas meine Beine. Eine Katze hatte sich von hinten an mich rangeschlichen und wollte sich um meine Füße schlängeln. Ich erschrak jedoch so heftig, dass die Katze wie ebenfalls von einer Biene gestochen die Flucht ergriff. Als ich mich umdrehte, um sicherzustellen, dass niemand hergeschaut hat, sah ich eine ältere Dame, die mich skeptisch beäugte. Fast so, als wäre ich der Tierquäler schlechthin. Ich kam mir langsam echt wie in einem falschen Film vor!

Die Bienen tun doch nichts!

Der Videodreh war fertig und meine Kollegen schlenderten samt Imker auf mich zu. Stolz erzählte uns dieser, dass hier seit Jahren niemand mehr gestochen wurde, weil die Bienen ja so toll an Menschen gewohnt waren. Er hatte mehrmals ganze Schulklassen mit Kindern hier und es sei schon mindestens acht Jahre lang nichts mehr passiert. Auch andere Kurse und Schulungen über Bienen wurden hier durchgeführt und das Zusammenleben zwischen Tier und Mensch funktioniere super. Ich gratulierte mir grad innerlich selbst zu meinem anscheinend sehr bienenfeindlichem Auftreten und nickte einfach, während der Imker seine, ja seiner Meinung wohl schon fast handzahmen Bienchen, in den Himmel lobte. 

Ich spürte, wie meine Schläfe immer weiter anschwoll und betete einfach nur noch, dass mir nichts Schlimmes passieren möge und ich diesen, wirklich unglücklich gesetzten Stich, ohne weitere Zwischenfälle überstand. Und vor allem, dass der Imker von all dem nichts mitbekam damit ich seine Illusion bezüglich seiner „Kuschel-Bienen“ nicht zerstörte. Meine Kollegen räumten gerade das Equipment ins Auto und ich war gottfroh, diesen Ort einfach verlassen zu können. Als wir im Auto saßen und schon ein Stück weit gefahren waren, erzählte ich den anderen von meinem Bienenstich an der Schläfe. Am liebsten wären sie umgekehrt, um mir beim Imker eine halbe Zwiebel zu holen, die anscheinend das Gift aus meinem Kopf ziehen sollte. Äh – nein??

Da es mir jedoch schon ein wenig besser ging, sagte ich ihnen, sie sollen sich keinen Kopf machen und einfach weiterfahren. Ich wollte nur noch nach Hause embarassed. Als auch meine Kollegen sahen, dass ich wohl nicht so schnell das Bewusstsein verlieren würde, brachen sie in schallendes Gelächter aus. Jetzt hatten sie den Grund dafür, warum ich tanzend und quiekend beinahe durchs Video gelaufen war und kriegten sich gar nicht mehr ein. laughing

Und so gingen mir diese Tierchen, im wahrsten Sinne des Wortes, nicht mehr aus dem Kopf. tongue-out Ach ja, laut dem Imker könnten Bienen ein wenig gereizt sein, wenn sie Parfum riechen und es ein wenig windig ist. Ich habe wohl an diesem Tag den Jackpot geknackt gehabt.

Was inspirierte euch zu euren Geschichten?

Habt ihr auch so Erlebnisse, die euch zu eurem Buchthema oder euren Geschichten brachten? Oder wie kommt ihr auf eure Ideen? Habt ihr spezielle Techniken, wenn euch eure Kreativität mal im Stich lässt, um diese wieder anzukurbeln? Ich freue mich über eure Erfahrungen und Geschichten in den Kommentaren. smile

Bildquelle: Foto von Pexels

Wie gefällt dir mein Beitrag?

Hier hast du genug Platz, um dich mit mir (und auch anderen), über die Themen im Blog auszutauschen. Sei nicht so schüchtern! Ein Blog ist dazu da, sich Infos zu holen, sich unterhalten zu lassen oder eben auch, um sich auszutauschen über gewisse Themen. Genau das darfst und sollst du hier auch machen wink.

Was wäre ein Blog, ohne seine Leser? Nichts.

 

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