Was ist eine Schreibblockade und wie löse ich sie?

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Geschrieben von Alexandra

Hallo du, mein Name ist Alexandra und ich komme aus dem schönen Vorarlberg in Österreich. Mit dem Schreiben meiner Bücher verwirkliche ich einen meiner Herzensträume. Ich liebe es neue Welten und Charaktere zu erfinden und Geschichten niederzuschreiben. Auch das Illustrieren meiner (Kinder-)Bücher macht mir sehr viel Spaß und es steckt jede Menge Herzblut in meinen Projekten. Ich freue mich auf jeden Fall über Feedback, Wünsche und Anregungen zu meinen Büchern und/oder Blogbeiträgen und hoffe sehr, sie gefallen euch!

Ihr schreibt gerade an einem eurer Bücher, vielleicht sogar an eurem allerersten Buch. Die ersten Zeilen gleiten euch problemlos durch die Finger und plötzlich fällt euch nichts mehr ein. Ihr wisst nicht, wie ihr weiterschreiben sollt… Da ist sie: Die Schreibblockade. Nicht nur Autoren sind davon betroffen, auch Schüler, Studenten, Projektleiter, Journalisten oder Blogger können von einer sogenannten Schreibblockade heimgesucht werden. Man sitzt also vor einem leeren Blatt Papier, einem leeren Bildschirm oder vor seiner unfertigen Arbeit und kommt partout nicht voran. Dieses Gefühl kann ganz schön hässlich werden. Doch woher kommt eine plötzliche Schreibblockade? Und wie kann man diese wieder loswerden? 

Was genau ist eine Schreibblockade eigentlich?

Eine Schreibblockade, auch genannt „Schreibhemmung“, ist die momentane Unfähigkeit zu schreiben. Betroffenen fällt es schwer Gedanken in die richtigen Worte zu packen und niederzuschreiben. Auch ich selbst war schon „Opfer“ von der ein oder anderen Schreibblockade gewesen. Für mich fühlte sich die Blockade an, wie eine Art „dumpfe Leere“, die sich in meinem Kopf breit machte. Eine neblige, dicke Wand aus unklaren Gedanken, die mich vom Weiterschreiben abhält.

Wer jetzt denkt, dass sich Schreibblockaden nur in psychischer Form zeigen können, hat sich gewaltig geschnitten. Auch körperliche Symptome, wie Kopfschmerzen, innere Unruhe oder sogar Übelkeit können als Begleiterscheinungen mit so einer Blockade einhergehen. So krass hat es mich gottseidank noch nie erwischt. Was ich jedoch – anscheinend wie viele andere auch – mache in so einem Fall, ist es, mir eine andere Beschäftigung zu suchen. Dieses Verhalten nennt sich „sich in Vermeidungshandlungen flüchten“. Für mich ein ganz logisches Verhalten, denn je länger ich auf meinen leeren Bildschirm starre, desto weniger komme ich voran. 

Ich persönlich muss bei einer angehenden Schreibblockade weg von meiner Arbeit – zumindest für kurze Zeit. Einfach etwas anderes tun. Wenn ich versuche, das Weiterschreiben zu erzwingen, komme ich garantiert auf keinen grünen Zweig. Ich befinde mich aktuell aber auch in keiner Situation, in der ich zu einem gewissen Zeitpunkt „abliefern“ muss – ich stehe also nicht unter Zeitdruck mit dem Schreiben von Manuskripten oder meinen Blogbeiträgen. Wenn ich eine Pause brauche, ist es egal, wie lange diese andauert. Das kann sich um ein paar Stunden aber auch mal um ein paar Tage handeln, bis ich wieder weiterschreibe. Ich glaube, alleine schon die Tatsache, nicht unter Druck zu stehen, erleichtert das Abklingen einer Schreibblockade enorm.

Vermeidungshandlung oder Pause?

Für mich stellt sich hier die Frage: Gibt es einen Unterschied zwischen sogenannten „Vermeidungshandlungen“ und dringend benötigten „Pausen“ bei einer Schreibblockade? Je mehr ich über das Thema „Schreibblockade“ recherchiere, desto mehr fällt mir auf, dass vor allem Dinge wie Wohnung putzen, Wäsche machen, bügeln, etc. als „Vermeidungshandlungen“ bezeichnet werden. Alles, was ich also mache, um das Weiterschreiben zu vermeiden – auch wenn diese Dinge so gar keinen Spaß machen und nicht wirklich als „Pause“ bezeichnet werden können.

Unter einer „Pause“ verstehe ich beispielsweise einen Spaziergang in der Natur, das Lesen eines guten Buches oder ein entspannendes Bad. Dinge, mit denen man den Kopf wieder etwas freibekommt. Was ich mache, wenn mir mal die Inspiration zum Schreiben fehlt, könnt ihr in meinem BlogbeitragWoher hole ich mir Inspiration zum Schreiben“ nachlesen. Sachen aufzuschieben, macht diese in der Regel nicht einfacher – deswegen: Pause ja – unbedingt! Nur die Wohnung putzen, damit man sich vor der Aufgabe drückt – eher weniger zielführend.

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Was sind mögliche Auslöser für eine Schreibblockade?

Ausgelöst werden können Schreibblockaden durch verschiedene Dinge. Stress zählt sicherlich zu einer der häufigsten Ursachen für eine Schreibhemmung. Aber auch tiefgreifendere Probleme, wie psychische Erkrankungen oder Depressionen können Schreibblockaden hervorrufen. Weitere mögliche Auslöser:

  • Perfektionszwang
  • Angst zu versagen
  • Negative Erfahrungen mit dem Schreiben
  • Überforderung
  • Zeitdruck

Sollte die Schreibhemmung länger andauern und kreative Pausen keine Erleichterung verschaffen ist es sinnvoll, sich zu hinterfragen, ob eventuell nicht wirklich ein tiefsitzenderer Grund die Ursache für die Blockade ist. 

Was kann man gegen eine Schreibblockade tun?

Hier habe ich euch ein paar Tipps aufgelistet, die mir beim Überwinden einer Schreibblockade helfen. Vielleicht könnt auch ihr eure Schreibhemmung, falls ihr gerade eine habt, mit Hilfe von diesen schneller wieder lösen. 

Pausen einlegen und entspannen

Wie weiter oben in diesem Blogbeitrag bereits erwähnt, kann es helfen, einfach mal eine Pause vom Schreiben einzulegen und sich zu entspannen. Echte Pausen. Raus in die Natur, rein in die Badewanne, ein Nickerchen, das Lesen eines guten Buches und solche Dinge. Kein Haushalt, kein Stress, keine Verpflichtungen.

Den Schreiballtag strukturieren

Eine weitere Strategie, die ich für mich selbst auch schon angewendet habe, ist es, Struktur in den Schreiballtag reinzubringen. Gewisse Dinge bereits vorauszuplanen oder zumindest einen ausgereiften Schlachtplan zur Hand zu haben, wie man die ganze Sache angehen möchte. Wenn mir zum Beispiel Themen für neue Blogbeiträge einfallen, dann notiere ich mir diese gleich in meinem „schlauen Buch“, falls ich nicht gleich dazu komme, diese zu schreiben. So habe ich zumindest schon einmal ein oder mehrere Themen, über welche ich später schreiben kann.

Auch bei meinen Buchmanuskripten gehe ich relativ strategisch vor. Ich denke mir meine Charaktere aus, schreibe eine Art Steckbrief über diese und notiere mir vorne zu alles, was mir zu meiner neuen Geschichte in den Sinn kommt. Dies nennt man auch „Plotten“. Ich mache mir also immer wieder Notizen zu Gedanken, die mir spontan dazu einfallen. Falls euch Tipps zum Schreiben eines Buches interessieren, werdet ihr in meinem Blogbeitrag Das eigene Buch schreiben fündig.

Tapetenwechsel

Was auch helfen kann ist es, den Schreibplatz mal woanders hin zu verlegen. Bei schönem Wetter vielleicht auf die Terrasse, in den Garten oder den Balkon? Auch Orte wie Cafés oder der Gastgarten eines kleinen Restaurants, eine öffentliche Bibliothek oder Ähnliches kann sehr inspirierend wirken.

Ich persönlich hatte noch nie das Bedürfnis, den Ort zu wechseln, da ich es mir in meinem Büro (welches mittlerweile auch zur Hälfte Babyzimmer ist), recht gemütlich hergerichtet habe und auch direkt vor einem Fenster sitze. Ich kenne allerdings Leute, die tatsächlich ihren Laptop schnappen und sich, beispielsweise bei uns an den See setzen, um zu schreiben.

Einfach drauf los schreiben

Ein Fehler, bei dem ich mich selbst des Öfteren noch erwische ist es, immer wieder im bereits geschriebenen Text zurückzuspringen, und auf Fehlersuche zu gehen. Dann formuliere ich hier wieder etwas um, bastle da wieder weiter und verliere schlussendlich komplett den Faden. Weiterschreiben ist dann so gut wie unmöglich. Ich versuche mir gerade anzugewöhnen, zuerst alles niederzuschreiben und erst danach mögliche Fehler auszumerzen und Umformulierungen vorzunehmen.

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Mein Fazit zum Thema „Schreibblockaden“

Es gibt immer noch Leute, die behaupten, dass es so etwas wie eine „Schreibblockade“ nicht gibt. Diese Leute haben ganz einfach noch nie eine gehabt. Es gibt sie. Und wenn man gerade von einer Schreibhemmung heimgesucht wird, dann darf man auf etwaige Sprüche wie: „Du bist nur zu faul, um weiterzuschreiben“, etc., gar nicht erst eingehen. 

Hattet ihr selbst auch schon mit Schreibblockaden zu tun oder habt aktuell sogar gerade eine? Was unternehmt ihr dagegen und was hat sich bei euch schon bewährt? Da sich diese Blockaden von Schreiber zu Schreiber anders anfühlen können, gehe ich stark davon aus, dass sich auch die Wege, einer Schreibblockade den Kampf anzusagen dementsprechend unterscheiden können. Ich freue mich, wie immer, über eure Antworten in den Kommentaren wink.

Bildquelle: Fotos von pixabay.com

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Was wäre ein Blog, ohne seine Leser? Nichts.

 

2 Kommentare

  1. Frisuren Machen

    WoW. Ein gern gelesener Beitrag welchen du geteilt hast. Es ist nicht so einfach über das Thema im Internet was zu recherchieren.Und
    schon was mehr gelernt!

    Antworten
    • Alexandra

      Hi, danke für dein Feedback! Es freut mich sehr, dass dir der Beitrag gefallen hat.

      LG
      Alexandra

      Antworten

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