Was bedeutet Plotten?

Alexandra Höller Autorin Selfpublisherin Vorarlberg

Geschrieben von Alexandra

Hey, mein Name ist Alexandra. Wohnhaft bin ich im schönen Vorarlberg in Österreich und wurde im Juni 1991 geboren. Das Schreiben ist eines meiner liebsten Hobbies. Auch das Malen, Fotografieren, Lesen, sowie das Zocken von PC-Games sind weitere Beschäftigungen, denen ich gerne nachgehe.

Wenn Autoren vom „Plotten“ sprechen, meinen diese damit das Erstellen des kompletten Handlungsablaufes des geplanten Buches – noch bevor man damit begonnen hat, dieses zu schreiben. Ihr legt also vorab eine chronologische Aufzählung der Ereignisse, welche in eurem Buch vorkommen sollen, fest. Da ich selbst auch erst seit Kurzem meine ersten Schritte in der Welt der „Selfpublisher“ und „Autoren“ gemacht habe, war das Wort „Plotten“ ein totales Fremdwort für mich. Ich wusste nichts damit anzufangen. Das Witzige dabei: Ich habe selbst schon „geplottet“ ohne zu wissen, dass ich gerade am „Plotten“ bin laughing.

Woher stammt das Wort „Plotten“ eigentlich?

Der Begriff „Plotten“ lässt sich vom englischen Wort „Plot“ ableiten, was übersetzt so viel bedeutet wie „Handlung“. Da sind wir auch schon beim Thema. Viele Autoren schwören auf akribisches Plotten, bevor sie mit dem Schreiben eines neuen Buches beginnen. Warum? Weil sie so den „roten Faden“ der Geschichte nicht aus den Augen verlieren – und dieser ist essenziell für das Schreiben eines guten Buches.

Wer nun denkt, er wisse jetzt was es mit dem Plotten auf sich hat, den muss ich leider enttäuschen. Ich selbst hätte nie gedacht, dass man aus dem Erstellen eines Handlungsablaufes so eine Kunst machen kann. Es gibt unzählige verschiedene Arten einen Plot zu erstellen. 8 Arten davon findet ihr auf schreibscheune.de.

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1. Der „normale“ Plot

Die erste Art eines Plots, die ich euch hier vorstelle, ist der „normale Plot“. Klingt erstmal nicht aufregend – jedoch steckt bereits in diesem „Normalo“ viel Arbeit (die sich später auch rentiert). Wie aber erstellt man einen „normalen Plot“? Hierbei handelt es sich um eine detaillierte Handlungsübersicht, bei der jede – und ich meine wirklich jede – Handlung, welche später in eurem Buch zu finden sein wird, einen eigenen Punkt erhält. Ihr baut also nach und nach in chronologischer Reihenfolge ein Gerüst für eure Geschichte auf, an dem ihr euch beim Schreiben orientiert.

Hier eine kleine Liste was ein normaler Plot alles so beinhaltet:

  • Die Grundidee eurer Geschichte in wenigen Sätzen zusammengefasst.
  • Welche Botschaft möchtet ihr mit eurer Geschichte vermitteln?
  • In welchem Genre bewegt ihr euch? Fantasy, Kinderbuch, Krimi…?
  • Aus welcher Perspektive erzählt ihr eure Geschichte?
  • Wer spielt die Hauptrolle(n) in eurem Buch?
  • Wie sind die Hauptcharaktere miteinander verknüpft? Wie stehen sie zueinander?
  • Was ist der Höhepunkt eurer Geschichte? Gibt es spannende Wendungen oder ist der Ausgang der Geschichte erahnbar?

Wer sich jetzt denkt, ob es wirklich notwendig ist, vor dem Schreiben eines Buches zu plotten, dem kann ich sagen: Es ist jedem selbst überlassen, was er macht und was nicht. Ich, zum Beispiel, arbeite gerade an meiner ersten Fantasy-Reihe, die schlussendlich fünf Bücher umfassen soll und bin froh, schon ein wenig geplottet zu haben im Vorfeld. So fällt es mir leichter, an der Geschichte dranzubleiben und den Fokus nicht aus den Augen zu verlieren. 

2. Der „skizzenhafte“ Plot

Ein skizzenhafter Plot ist die abgespeckte Version des normalen Plots und meist der Vorgänger von diesem. Oftmals entsteht aus dem skizzenhaften Plot dann ein normaler Plot. Mit dieser recht schlanken Variante beginnen die meisten damit, die ersten Gedanken und Ideen zu ihrer Buchidee niederzuschreiben. Der Handlungsablauf wird hier, wie der Name bereits verrät, skizzenhaft und stichwortartig in groben Formen zusammengefasst. 

Der skizzenhafte Plot wird oft auch simpel und einfach „Plotskizze“ genannt. Es gibt natürlich auch Autoren, denen eine Plotskizze ausreicht, um mit dem Schreiben des eigentlichen Buches zu beginnen. Mir selbst wäre so ein skizzenhafter Plot jedoch zu wenig umfangreich. Gerade wenn es sich bei den geplanten Geschichten um Bücher mit einem größeren Seitenumfang handelt, bin ich froh, einen ordentlichen Plot vorbereitet zu haben.

3. Der „ausgefeilte“ Plot

Während der skizzenhafte Plot eine kurze, knackige Version eines Handlungsablaufes darstellt, ist der „ausgefeilte“ Plot das Maximum, was man aus einem Plot herausholen kann. Er beinhaltet noch mehr und detailliertere Informationen als der normale Plot. Diese Art des Plottens nimmt sehr viel Zeit (und Geduld) in Anspruch. Für mich persönlich reicht ein normaler Plot vollkommen aus, da ich mich in einem ausgefeilten Plot vermutlich mehr verlieren würde, als einen roten Faden zustande zu bringen. 

Hierbei wird jedes einzelne Gespräch, welches in eurem Buch vorkommt aufgeschrieben, jede Beschreibung und eben wirklich so ziemlich alles, was ihr euch vorstellen könnt, wird hier bereits festgehalten. Wenn ich einen ausgefeilten Plot schreiben müsste, wäre ich vermutlich bereits mitten in der Geschichte des Buches und nicht mehr beim „Plotten“. Deswegen begnüge ich mich (vorerst) mit einem normalen Plot für meine Bücher.

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Flexibel trotz Plot

Auch wenn ihr bereits einen Plot für euer Buch geschrieben habt – vergesst nicht, dass nichts deswegen in Stein gemeißelt sein muss. Ihr könnt immer noch Änderungen vornehmen und euch von eurer Kreativität leiten lassen. Wenn euch beim Schreiben spannende Abzweigungen oder Ereignisse, passend zu eurer Story in den Sinn kommen, dann baut diese ein. Ihr könnt euren Plot auch jederzeit ergänzen oder abändern. Auch wenn ihr mal einen Plot verwerft, weil die Geschichte doch nicht so funktioniert, wie ihr euch das vorgestellt habt, ist das nicht weiter schlimm.

Setzt euch hier nicht zu sehr unter Druck, sonst kann es euch unter Umständen passieren, dass ihr eine Schreibblockade auslöst und dann geht garnichts mehr voran. Wenn ihr auf der Suche nach Inspiration zum Schreiben seid, schaut doch mal in meinem Blogbeitrag „Woher hole ich mir Inspiration zum Schreiben“ vorbei. 

Wie sieht’s bei euch aus? Plottet ihr? Wenn ja, haltet ihr euch dann strikt an euren Plot oder lasst ihr auch Änderungen zu? Ich freue mich, eure Erfahrungen und Gedanken in den Kommentaren lesen zu dürfen.

Bildquelle: Fotos von pixabay.com

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