Meine Gedanken zum Thema „Emanzipation“

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März 29, 2021

Alexandra Höller Autorin Selfpublisherin Vorarlberg

Geschrieben von Alexandra

Hallo du, mein Name ist Alexandra und ich komme aus dem schönen Vorarlberg in Österreich. Mit dem Schreiben meiner Bücher verwirkliche ich einen meiner Herzensträume. Ich liebe es neue Welten und Charaktere zu erfinden und Geschichten niederzuschreiben. Auch das Illustrieren meiner (Kinder-)Bücher macht mir sehr viel Spaß und es steckt jede Menge Herzblut in meinen Projekten. Ich freue mich auf jeden Fall über Feedback, Wünsche und Anregungen zu meinen Büchern und/oder Blogbeiträgen und hoffe sehr, sie gefallen euch!

Gerade erst kürzlich wurde ich via Instagram wieder einmal auf das Thema „Emanzipation“ aufmerksam . Immer noch ein heiß umstrittenes Thema in unserer heutigen Gesellschaft, obwohl so gut wie jeder und jede behauptet, dass das mittlerweile total normal wäre. Emanzipierte Frauen gäbe es ja schon an jeder Ecke und die Gleichberechtigung zwischen Männern und Frauen habe schon längst Einzug in unser erhalten. Naja… Es mag sein, dass sich gewisse Dinge massiv gebessert haben, andere wiederum sind jedoch gleich geblieben und keiner sagt was dazu, sondern es wird einfach so hingenommen.

Das Ding mit der Kindererziehung

Da ich ja in Kürze selbst das erste Mal Mama werde, wurde und werde ich mit dem Themen „zukünftige Kindererziehung“, „Das Leben in einer Partnerschaft mit Kind“ und aktuell noch mit dem Thema „Schwangerschaft“ stark konfrontiert. Und teilweise ist es erschreckend, wie manche Leute noch im letzten Jahrhundert stecken geblieben sind. Dieses krasse „Schubladendenken“ hat sich doch tiefer in unserer Gesellschaft verankert, als ich zuerst angenommen hatte.

Im Plausch mit so mancher Schwangeren oder Bekannten mit Kind hörte ich schnell heraus, dass es das natürlichste auf der Welt sei, wenn Väter sich gerade in der Anfangszeit weniger um ihren Nachwuchs kümmern. Warum? Sie sind halt Männer und wissen nicht, was sie mit so einem kleinen, zerbrechlichen Wesen anfangen sollen. Aha… Aber ich als Frau hab das ja in meinen Genen und weiß von Anfang an genau was das kleine Bündel braucht und muss hier quasi nichts mehr dazulernen. Ich muss ehrlich sagen, ich komme aus dem Staunen gar nicht mehr heraus laughing.

Ich weiß ja nicht, ob ihr’s schon wusstet… Aaaaber: Das einzige, was der Mann aus biologischer Sicht seinem Kind nicht geben kann ist Milch direkt aus der Brust. Ansonsten verfügt er auch über Arme und Beine, wie eine Frau auch. Und mit denen kann man(n) wickeln, füttern, waschen und Liebe geben. Klar kann man mit den Kleinen am Anfang nicht sofort Fußball spielen, draußen wilde Abenteuer erleben oder Ähnliches – aber trotzdem können Väter sich genauso gut um den Nachwuchs kümmern, wie es die Mutter macht. Und nur so nebenbei erwähnt, finde ich das echt wichtig für eine gute Vater-Kind-Bindung.

Das Thema „Hausarbeit“

Auch hier kenne ich genügend Fälle, die zwar der Meinung sind, die anfallende Arbeit „gerecht“ aufzuteilen, der Großteil jedoch am weiblichen Part der Beziehung hängen bleibt. Bei mir selbst läuft das aktuell ähnlich, aber nicht, weil sich das so „gehört“, sondern ganz einfach weil ich zuerst aufgrund der Schwangerschaft nur noch im Homeoffice gearbeitet habe und jetzt gerade meine Babypause begonnen hat – ich bin also sowieso zuhause. Wo wir beide jedoch noch Vollzeit im Büro arbeiteten, wurde alles gerecht aufgeteilt und ich weiß auch, dass ich mich nach der Geburt auf meinen Partner verlassen und er mir unter die Arme greifen wird, wo er nur kann.

Ich freu mich sehr auf unseren kleinen Sonnenschein, aber für mich ist klar, dass ich früher oder später, je nach dem wie sich alles ergibt, wieder arbeiten und meine eigenen Projekte, wie das Schreiben und Vermarkten meiner Bücher und das Betreuen meines Blogs am Laufen halten werde. Kinder werden ja auch größer und gehen irgendwann in den Kindergarten, in die Schule usw. Und wenn es soweit ist, möchte ich ebenfalls wieder Stück für Stück ins Arbeitsleben zurückkehren. Vielleicht ist es bis dahin sogar möglich, mehr von zuhause aus zu Arbeiten, damit ich da bin, wenn es mich braucht. Denn natürlich wird meine Familie immer an vorderster Stelle in meinem Leben stehen.

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Bevorzugung im Beruf?

Darüber kann ich mich persönlich eigentlich nicht beschweren wenn ich an meine bisherige Karrierelaufbahn zurückdenke. Allerdings bin ich auch nicht unbedingt eine der Frauen, deren Harmoniebedürfnis ausgeprägter ist, als den Wunsch, die eigene Meinung standhaft zu vertreten und auch mal eine Gehaltserhöhung zu fordern (die ich auch durchbrachte). Oftmals stieß ich auf große Augen anderer Frauen, wenn ich davon erzählte, wieder mal eine „Diskussion“ mit meinem Vorgesetzten gehabt zu haben. Sowas macht man ja schließlich nicht, wenn man seinen Job behalten möchte?? 

laughing Ich diskutiere ja nichts Persönliches mit meinem Chef oder Arbeitskollegen, sondern bei diesen Gesprächen ging es um neue Ideen für die Firma, die Art und Weise der Umsetzungsmöglichkeiten oder um die Planung einer neuen Aktion. Konstruktive Kritik immer gepaart mit alternativen Lösungsvorschlägen von mir. Und wenn ich daran denke, wie ich vor rund acht Jahren bei dieser Firma begonnen habe und welche Position ich vor dem Antritt meiner Babypause erreicht habe, finde ich, habe ich alles richtig gemacht.

Was das Gehalt anbelangt – da ich nicht weiß, wie viel meine männliche Kollegen im Vergleich zu mir verdient haben oder verdienen, kann ich nicht sagen wie groß die Lücke bei uns in der Firma ist, da wir über dieses Thema nie gesprochen haben. Was allerdings Fakt ist, ist dass die sogenannte „Gender Pay Gap“ österreichweit noch um die 15% beträgt – das ist eine beachtliche Zahl! Und das nur weil man eine Frau ist? Wow – da fehlen einem doch glatt die Worte. Hier zum Beispiel, herrscht noch ein deutlicher Verbesserungsbedarf!

Eine Frau kennt sich in Sachen „Internet“ nicht aus…

In meinem vorherigen Job arbeitete ich, bevor ich vollständig ins Marketing wechselte, zuerst ein paar Jahre als Kundenberaterin in Sachen IT-Dienstleistungen. Sprich – ich habe Kunden in Sachen Internet und Mobilfunk beraten. Bei manchen Kunden war das nicht immer so einfach. Obwohl ich unsere Produkte in- und auswendig kannte, mir Fachwissen zum Thema Internet für zuhause und Mobilfunk angeeignet hatte und meinen Beruf schon Jahre machte, gab es immer wieder Kunden (hauptsächlich männliche), die partout auf einen TechnikER oder einen KundenberatER bestanden. laughing

Wer jetzt denkt, dass es sich hierbei hauptsächlich um Männer der „alten Schule“ handelte, den muss ich leider enttäuschen. Auch jüngere Generationen konnten es kaum glauben, dass eine Frau, noch dazu unter 30 Jahren, sich mit Themen wie Internettechnologien und Mobilfunk auskennen sollte. Schließlich ist das ja eher „Männersache“ – oder? wink Oftmals musste ich dann tatsächlich einen männlichen Kollegen holen, der dem Kunden dann GENAU DAS GLEICHE erklärte wie ich, um die Kundschaft zufriedenzustellen. An manchen Tagen brachte mich das auf die Palme, an anderen wiederum musste ich über dieses eingeschränkte Denken einfach nur lachen…

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Schockierende Entdeckungen auf Social Media

Wer kennt es nicht – manchmal sitzt man in einem Wartezimmer, zuhause auf der Couch oder wo auch immer und taucht nichts böses ahnend in die sozialen Medien ein. Man scrollt flüchtig über ein paar Einträge und bleibt dann urplötzlich an einem Beitrag hängen, nur weil man wissen möchte, was andere Leute über dieses Thema denken. wink Bei mir handelte es sich bei besagtem Post um eine Frage einer Frau zum Thema „Wie bringe ich meinem Sohn bei, sich beim Pinkeln auf die Toilette zu setzen, da es sonst jedesmal eine Sauerei gibt“. Ich habe keine Ahnung, warum ich genau bei diesem Beitrag innehielt und die Kommentare durchsah, aber ein Kommentar unter den hunderten verschlug mir echt die Sprache laughing.

Eine Dame mittleren Alters schrieb doch tatsächlich sowas wie (sorry – auswendig weiß ich den nicht mehr ganz aber der Inhalt stimmt):

„Nur weil ihr emanzipierten Weiber euch zu gut seid, um 3 Mal in der Woche euer WC gründlich zu reinigen, darf der arme Kerl nicht im Stehen pinkeln. Ihr seid doch nur eifersüchtig, weil ihr Frauen das nicht könnt und Männer eben schon. Also putzt gefälligst euer Klo und die Wände drum herum regelmäßig und lasst Männer eben Männer sein…“

What… the… f***… Und das kommt ernsthaft von einer Frau. Ich krieg das nicht in meine Birne rein und bin mir immer noch nicht sicher, ob ich lachen oder weinen soll laughing. Die arme Frau kann ich da nur sagen. Da haben ihre Männer aber ganze Arbeit geleistet, wenn sie diese Meinung vertritt. Eigentlich geht es ja auch nicht darum, ob Männer im Stehen oder im Sitzen pinkeln, sondern darum, dass die Sauerei, wenn es eine geben sollte, auch von demjenigen, der diese angerichtet hat, wieder zu entfernen ist? Wie bei jedem, der aufs Klo geht? Das man bei Kindern nachhilft ist mir klar aber die Message, dass wir Frauen quasi die Klappe zu halten und zu putzen haben – puh…

Und solche Sachen verkommen mir hin und wieder in den sozialen Medien, dieses Beispiel ist mir aber besonders im Gedächtnis geblieben. Habt ihr auch schon solche Dinge gelesen und euch gedacht, wie verkehrt diese Welt manchmal so läuft?

Mein Fazit

Ich finde, man sollte jeden Mensch so nehmen, wie er ist und alle gleich behandeln. Egal ob männlich, weiblich oder divers. Egal welche Hautfarbe, Herkunft oder Religion. Jeder Mensch sollte die gleiche Chance bekommen, um sich für etwas qualifizieren zu können. Unterschiede beim Gehalt zwischen Mann und Frau gehören weg, ebenso wie das Schubladendenken. Frauen gehören nicht hinter den Herd – außer sie wollen es. Auch das Thema „Kinder kriegen“ sollte jedem selbst überlassen und nicht von Frauen „erwartet“ werden. Von Männern wird es ja schließlich auch nicht „erwartet“, oder? 

Mir ist bewusst, dass das alles im Moment noch eher „Wunschdenken“ ist. Zu verbohrt und/oder verbittert sind große Teile der Menschheit noch. Trotzdem frage ich mich still und heimlich immer wieder, was noch alles passieren muss, um besagte Personen zum Umdenken bewegen zu können? Ihr habt Gedanken oder Meinungen zu diesem Blogbeitrag? Das Kommentarfeld steht euch offen wink.

Bildquelle: Fotos von pixabay.com

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