Wie kann ich mein Buch selbst veröffentlichen?

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Geschrieben von Alexandra

Hallo du, mein Name ist Alexandra und ich komme aus dem schönen Vorarlberg in Österreich. Mit dem Schreiben meiner Bücher verwirkliche ich einen meiner Herzensträume. Ich liebe es neue Welten und Charaktere zu erfinden und Geschichten niederzuschreiben. Auch das Illustrieren meiner (Kinder-)Bücher macht mir sehr viel Spaß und es steckt jede Menge Herzblut in meinen Projekten. Ich freue mich auf jeden Fall über Feedback, Wünsche und Anregungen zu meinen Büchern und/oder Blogbeiträgen und hoffe sehr, sie gefallen euch!

Es war Dezember 2020 – ich hatte mein erstes Buch, „Die grummelige Hummel“, fertig geschrieben und gestaltet. Doch wie ging es jetzt weiter? Wo veröffentlicht man ein Buch auf eigene Faust und soll ich es wirklich wagen? Während des Schreibens und Formatierens war ich noch fest davon überzeugt, dass das alles genau richtig war, so wie ich es machte. Ich müsste ja zuerst mal ein Buch schreiben, bevor ich mir um die Veröffentlichung Gedanken machte. Und jetzt saß ich da und es war soweit. Alles war fix und fertig – Lektorat hat darübergelesen, Bilder waren platziert, Manuskript war ready – aber ich war es irgendwie nicht. Hätte ich mir doch nur vorher einen Plan zurechtgelegt… Die große Frage, die also im Raum stand war „Wie kann ich mein Buch selbst veröffentlichen?

Google: Wie kann ich mein Buch selbst veröffentlichen?

Das ist eines der Dinge, die ich recht häufig mache. Ich frage „Dr. Google“ um Rat. Während er bei Krankheitssymptomen und dergleichen meistens den Tod (bei Männern) oder eine Schwangerschaft (bei Frauen) diagnostiziert, half er mir im Bereich „E-Book veröffentlichen“ eigentlich recht gut weiter. Ich entschied mich schlussendlich dafür, meine Bücher vorerst als E-Books auf Amazon zu veröffentlichen, da mir die Handhabung hier am einfachsten vorkam. Zudem besitze ich selbst einen „Amazon Kindle“ und bin „Amazon-Prime“-Kundin. Da erschien es mir als das Naheliegendste überhaupt, mein erstes Buch auch über Amazon – mit dem ich ja bereits vertraut war – zu veröffentlichen.

Es gibt aber auch andere Möglichkeiten, sein Buch selbst zu veröffentlichen als über Amazon. Hier habe ich euch ein paar Anbieter aufgelistet, die euch ebenfalls die Möglichkeit bieten, euer Buch in eigener Regie zu veröffentlichen:

Gesagt – getan. In nur wenigen Schritten hatte ich mein Manuskript bei Amazon zur Veröffentlichung eingereicht. Das erste, was ich dafür machen musste, war ein „Amazon KDP-Konto“ zu erstellen. Dieses verknüpfte ich gleich mit meinem privaten Amazon-Account. Was ich außerdem brauchte, war meine Steueridentifikationsnummer, die ich in meinem Online-Finanzportal fand. Bei der Einrichtung eines KDP-Kontos muss diese angegeben werden. Der Rest erklärte sich von selbst. Soweit – so gut.

Ich gab Schritt für Schritt alle Daten ein, die Amazon von mir verlangte. Eine Beschreibung zum Buch, das Manuskript, den Autorennamen, den Buchtitel, mein Cover und meinen Preis, den ich mir für das E-Book vorgestellt hatte. Dann wurde es ernst. Den Klick auf den Button, der mich von meiner Veröffentlichung trennte, schaffte ich nur mit unheimlicher Konzentration, ein paar Atemübungen und schwitzigen Händen laughing. Ich hatte es getan. Zum allerersten Mal… Mein Puls raste, als ob ich gerade einen Marathon durch den Kongo hinter mir hätte und meine Aufregung stieg.

Das eigene Buch auf Amazon veröffentlicht…

Nur wenige Stunden später war es da – auf Amazon, für den Rest der Welt ersichtlich. Mein Name stand ebenfalls da, als Autorin. Ich war nun offiziell Autorin eines Kinderbuches. Wow! Ich habe mein Buch selbst veröffentlicht! Das musste ich erstmal sacken lassen. Ich weiß nicht, ob es nur mir so beim Veröffentlichen des ersten, eigenen Buches ging, aber ich fühlte mich total aufgekratzt. Tausend Gedanken wirbelten mir durch den Kopf. Was, wenn ich lauter schlechte Bewertungen bekam? Was, wenn sich gar niemand für mein Buch interessierte? Was wenn ich was Wichtiges vergessen habe?! Ich hatte übrigens wirklich was wichiges vergessen – das Impressum Und so weiter und so fort. Der Start ins Selfpublisher-Leben war also (und ist es immer noch), wie ihr lesen könnt, mega spannend für mich.

Ich weiß nicht genau, was ich jetzt eigentlich erwarten sollte. Also versuchte ich, alles einfach mal so laufen zu lassen. Es endete darin, dass ich gefühlt alle 5 Sekunden die „Bericht-Seite“ in meinem Amazon-KDP-Konto aktualisierte. Auf dieser sehe ich nämlich, wann und wie oft sich mein Büchlein verkauft hat. Mein Tipp: Macht das bloß nicht! tongue-out Ihr macht euch nur selbst verrückt. Sofern ihr kein ohnehin schon bekannter Autor seid oder euer Buch in einer Kategorie aufscheint, die eine hohe Nachfrage jedoch nicht viel Konkurrenz beinhaltet, wird sich hier in der ersten Zeit nicht viel tun. Außerdem löst dieses Klickverhalten eine gewisse Sucht in einem aus.

Buch selbst veröffentlichen Bild grummelige Hummel Amazon Ereader

Wie mache ich mein selbtveröffentlichtes Buch bekannt?

Kennt ihr den Spruch „Wer nicht wirbt, der stirbt.“? Gut – der trifft zu. Wenn ihr, wie ich, ein ganz normaler Mensch seid, der gerade sein erstes Buch selbst veröffentlicht hat und dies noch in einem recht gut belegten Genre (bei mir wars Kinderbuch), dann dürft ihr auch nicht erwarten, dass das Buch von heute auf morgen durch die Decke geht – was nicht heißen soll, dass es nicht erfolgreich werden kann. Ich glaube nach wie vor an den Erfolg meiner Bücher. Was einem jedoch bewusst sein muss ist, dass es hierfür eine Menge Arbeit benötigt. „Am Ball bleiben“ lautet hier das Motto. 

Was habe ich also getan, als ich sah, dass sich in Sachen Buchverkauf nicht viel (bzw. garnichts) tat? Richtig – ich googelte laughing. Ich las mir sämtliche Seiten durch, was ich machen konnte, um mein Buch ein wenig unter die Leute zu bringen. Da las ich das erste Mal etwas von „KDP Select“. Dieses Buchprogramm, bereitgestellt von Amazon, versprach (und verspricht) höhere Tantiemen, mehr Leser, keine zusätzliche Kosten und eine einfache Handhabung. Hört sich alles erstmal gut an. Zack – sogleich habe ich mein Buch bei KDP-Select registriert. Nun hatte ich die Möglichkeit, mein Buch für fünf Tage pro Quartalsjahr entweder kostenlos oder vergünstigt anzubieten und Mitglieder von „Kindle unlimited“, können meine Bücher kostenlos lesen. Ich fasste recht schnell einen Entschluss.

Spezial-Aktion: Für fünf Tage kostenlos!

Da ich einen Weg suchte, um mein Buch schnell unter möglichst viele Leute zu bringen, entschied ich mich dafür, mein Buch kurz vor Weihnachten für fünf Tage kostenlos anzubieten. Ich hatte die Hoffnung, dass die Leute so mein Buch lesen und die ersten Bewertungen abgeben würden. So ganz ohne Bewertungen sah das Buch irgendwie „nackig“ aus auf Amazon. Am dritten Tag der Aktion passierte etwas Unglaubliches. An einem nur einem Tag wurde mein Buch über 670 Mal heruntergeladen, am Tag darauf knapp weitere 480 Mal. So schnell, wie die Zahlen stiegen, sanken sie auch wieder. Aber immerhin – über 1000 Leute hatten nun den Titel „Die grummelige Hummel“ auf ihrem E-Reader, Tablet oder Smartphone und würden hoffentlich auch Bewertungen abgeben.

Downloads meines E-Books "Die grummelige Hummel" während der gratis Aktion auf Amazon!

Es kamen tatsächlich Bewertungen – jedoch verhältnismäßig wenig. Egal – die Rezensionen, die ich erhielt ließen mein Herz höher schlagen. Zum heutigen Tag sind es insgesamt 29 Bewertungen mit einem Schnitt von 4,8 von 5 Sternen. Das kann sich schon sehen lassen, finde ich. Dank der „Gratis-Aktion“ war mein Buch sogar für kurze Zeit auf Platz 1 im Kindle-Shop. Aber auch das hielt nicht lange an. Die Konkurrenz ist riesig und schläft nicht. Zumindest war ich mir jetzt sicher, mein Buch kam gut bei den Leuten die davon erfuhren und es lasen, an. Allein schon diese Tatsache motiviert mich weiterzumachen.

Foto Alex Blog Social Media Buch veröffentlichen

Social Media – ich komme!

Das nächste, was ich unternahm, um mich und meine Bücher zu präsentieren war, eine „Autorenseite“ auf Facebook anzulegen. Ich sah mir an, was andere, bekannte und weniger bekannte Autoren so machten und begann dann mit dem Bau meiner eigenen Seite. Was ich super an Facebook finde ist, dass man schon mit sehr wenig Geld gezielt Werbung schalten kann. Dazu muss man sich jedoch mit seiner Zielgruppe, die man gerne erreichen möchte, auseinandersetzen. Das war weniger das Problem für mich, da ich ja aus der Marketing-Branche stamme. Also legte ich meine Zielgruppe fest und begann mit der Gestaltung meiner Werbung.

Ich probierte (und probiere) hier alles Mögliche aus. Mittlerweile ist mir bewusst, dass nicht die Anzahl der „Gefällt mir Angaben“ deiner Seite wirklich wichtig ist, sondern die Art von Followern die man hat. Was bringen einem tausende Abonnenten, wenn auf der Facebookseite selbst totenstille herrscht? Niemand reagiert auf deine Beiträge, niemand kommentiert oder teilt etwas. So habe ich mir das nicht vorgestellt. Ach ja – und was noch auf euch zukommen wird sind Kritiker. Mit denen sollte man umgehen können, bevor man ein Herzensprojekt öffentlich macht. Da ich lange im Verkauf gearbeitet habe (unter anderem im Lebensmittelhandel), bevor ich ins Marketing wechselte, habe ich mir hier eine relativ dicke Haut zugelegt.

Wie ich meine Follower dazu bewege, mal einen Beitrag zu kommentieren, habe ich aktuell noch nicht herausgefunden. Das ist anscheinend eine Kunst für sich, aber ich bleibe auch hier am Ball und probiere die verschiedensten Strategien aus. Ich versuche meine Abonnenten zu unterhalten und auf dem neuesten Stand zu halten und freue mich wirklich über jede Reaktion. Aber auch hier gilt „Gut Ding will Weile haben“. In der heutigen Zeit ist aber nicht nur Facebook ein mögliches Portal, um potentielle Leser zu erreichen – auch „Instagram“ spielt hier eine wichtige Rolle. Deswegen habe ich mir kurze Zeit, nachdem ich mir meine Facebook-Autorenseite angelegt hatte, auch einen separaten Instagram-Account, speziell für mich als Autorin, angelegt. Auf Instagram ist weitaus mehr los in Sachen Interaktionen als auf Facebook – zumindest bei mir.

Was ich an Instagram sehr schätze, ist der rege Austausch zwischen anderen Neuautoren und Selfpublishern. Hier kann man wirklich nützliche Kontakte knüpfen, die einem wertvolle Tipps in Sachen E-Books, Online-Marketing usw. liefern können. Außerdem entdeckt man als Buchliebhaber(in) Unmengen von (mir) bisher unbekannten Büchern, die noch darauf warten, gelesen zu werden. Allerdings gilt es auch hier, wie auf Facebook, die Follower und Abonnenten bei Laune zu halten. Das heißt – regelmäßige Postings mit sinnvollem Inhalt müssen her. Über das ganze Thema Social Media (oder auch vielleicht über Facebook und Instagram separat) werde ich noch eigene Blogbeiträge verfassen, da dies doch ein sehr umfang- und ereignisreiches Thema ist.

Habt ihr Tipps und Tricks für mich (und andere)?

So – nun seid ihr wieder gefragt. Habt ihr Tipps & Tricks für mich und andere Leser hier? Oder fangt ihr auch gerade erst an euch in der Welt der Selfpublisher zurecht zu finden, so wie ich? Ich freue mich sehr auf eure Erfahrungen und darauf, mich mit dem ein oder anderen von euch auszutauschen! Nur nicht so schüchtern! wink

Bildquelle: Foto von Judit Peter von Pexels

Wie gefällt dir mein Beitrag?

Hier hast du genug Platz, um dich mit mir (und auch anderen), über die Themen im Blog auszutauschen. Sei nicht so schüchtern! Ein Blog ist dazu da, sich Infos zu holen, sich unterhalten zu lassen oder eben auch, um sich auszutauschen über gewisse Themen. Genau das darfst und sollst du hier auch machen wink.

Was wäre ein Blog, ohne seine Leser? Nichts.

 

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